Steuern und Abgaben – Änderungen 2014

Christian Steuern Leave a Comment

Gestern habe ich auf Facebook ein Video zum Thema „Kalte Progression“ vorgestellt. Heute folgen einige Infos zu den wichtigsten Änderungen bei Steuern und Abgaben.
Jaaa, es gibt Spannenderes… ich weiß! Aber es geht ja schließlich um euer Geld. 🙂

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Grundfreibetrag wird erhöht

Der steuerliche Grundfreibetrag steigt von 8.130 Euro auf 8.354 Euro.

Vorsorgeaufwendungen

Alleinstehende können im nächsten Jahr maximal 15.600 Euro an Vorsorgeaufwendungen geltend machen, Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften dementsprechend 31.200 Euro. Zu den Vorsorgeaufwendungen zählen Beiträge zu Rürup-Renten (Achtung: Die mögen wir bei JederKann nicht so sehr!) und die normalen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung (nur Arbeitnehmeranteil).

Besteuerung von Alterseinkünften

Wer 2014 in Rente geht muss nun 68 Prozent der Bezüge versteuern. Dieser Anteil steigt übrigens jährlich weiter an, bis im Jahr 2040 volle 100 Prozent der Rentenbezüge steuerpflichtig werden.

Beitragsbemessungsgrenzen und Betriebliche Altersvorsorge

Da die Beitragsbemessungsgrenzen 2014 steigen an., erhöht sich der maximale 4-prozentige Sparanteil von 2.784 Euro auf 2.856 Euro.

Doppelte Haushaltsführung

Sie wird nur noch anerkannt, wenn sich der Steuerzahler auch an den Kosten der Lebensführung in der Erstwohnung beteiligt. Die Einliegerwohnung bei den Eltern als Erst-Wohnsitz zählt nur noch bei nachgewiesenen Mietkosten. Ausgenommen hiervon sind Steuerpflichtige der Klassen III, IV und V, die mit dem Lebens- bzw. Ehepartner gemeinsam die Erstwohnung bewohnen.
Generell werden nur noch 1.000 Euro pro Monat als Höchstbetrag für die Unterkunftskosten am Beschäftigungsort akzeptiert, andere bisher gültige Regelungen (Angemessenheit der Wohnung) entfallen.

Berufliche Fahrt- und Reisekosten

Dieses Gesetz wurde grundlegend reformiert. Es gilt als Arbeitsort die „erste Tätigkeitsstätte“. Diese kann die Zentrale oder die Filiale des Arbeitgebers sein. Bei Menschen, die häufig und längerfristig bei Kunden im Einsatz sind, kann es aber auch die Arbeitsstätte des Kunden sein. Vorsicht also! Für diese Fahrten muss in Zukunft generell die Entfernungspauschale (einfache Strecke, 30 Cent) angesetzt werden. Für alle weiteren Fahrten können die vollen Kosten vom Arbeitgeber (alternativ 30 Cent pro gefahrenem Kilometer) ersetzt werden. Alternativ können diese Kosten als Werbungskosten bei der Steuererklärung angesetzt werden.
Bei Fahrten mit Motorrad, Roller oder Moped gelten ab 2014 einheitlich Sätze von 20 Cent pro Kilometer. Fahrten mit dem Fahrrad können nicht mehr mit einem Steuerbonus von 5 Cent angegeben werden. Ebenso entfällt die Mitnahmepauschale von 2 Cent pro Kilometer.

Verpflegungsmehraufwand

Auch diese Regelungen wurden reformiert und vielleicht auch ein wenig vereinfacht. Es gibt nämlich nur noch 2 unterschiedliche Sätze: Wer länger als 8 Stunden außerhalb seiner ersten Tätigkeitsstätte tätig ist, kann 12 Euro steuerfrei vom Arbeitgeber ersetzt bekommen. Bei ganztägigen Abwesenheiten können 24 Euro erstattet werden. Anreise- und Abreisetag zu längeren Aufenthalten werden mit 12 Euro vergütet. Alternativ können diese Kosten auch als Werbungskosten in der Steuererklärung angesetzt werden.

Eingetragene Lebenspartnerschaften

Ab 2014 müssen für eingetragene Lebenspartnerschaften die gleichen steuerrechtlichen Rahmenbedingungen gelten wie für Ehepaare. Diese Rechtswirkung entfalten ihre Gültigkeit rückwirkend bis ins Jahr 2001. Betroffene sollten hier genau prüfen, ob noch Ansprüche gegenüber den Finanzbehörden geltend gemacht werden können.

Grunderwerbssteuer steigt (wenn auch nicht überall)

In Berlin (neu: 6,0), Bremen (neu: 5,0), Niedersachsen (neu: 5,0) und Schleswig-Holstein (neu: 6,5) steigt die Grunderwerbssteuer bis zu 1,5 Prozent.

Kfz-Steuer steigt

Irgendwie muss das Pickerl ja auch von uns finanziert werden. 😉
Die Grenzwerte für ausgestossenes CO2 für Neuwagen werden von 110 g/km auf 95 g/km gesenkt. Jedes ausgestoßene Gramm darüber kostet 2 Euro im Jahr.

So, das war ein kurzer (bestimmt nicht 100 Prozent abschließender) Überblick über die wichtigsten Änderungen 2014.

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